kunsttraum im kunstraum
 
kunst braucht raum um zu klingen
raum braucht kunst um mit lohnendem gefüllt zu werden
klang braucht raum der klänge hörbar machen kann
kunst wird klang auf sehr verschiedene arten und weisen
mal ist es ein sehen
die augen nehmen auf und wenn sie ohne widerstand sind besteht hoffnung
mal ist es ein hören
damit sich das nicht in der unendlichkeit verliert bedarf es einer begrenzung
wände die den klang reflektieren und so das ohr menschlich
nur ein stück weit in die unendlichkeit hören lassen
galerien sind in erster linie heimstätten für die augen
manche räume sind aber ebenso gute verstärker für klänge
der kunstraum heiddorf ist so ein raum
jedes geräusch wird sofort zu einem raumklang
man hat das gefühl man schicke seine töne auf eine reise
der man dann etwa drei sekunden lang zuhören kann
in dieser zeit besteht die möglichkeit klänge zu mischen
die töne sind nicht mehr allein sie teilen sich den raum
haben gemeinsam in ihm eine kurze aber schöne heimat gefunden
einzelne töne können zu akkorden werden
akkorde zu raumklang, möglicherweise zu kunstklang
und dann vielleicht sogar zu klangkunst
man setzt sich in diesen raum nicht einfach hinein und spielt
der raum spielt mit ob man will oder nicht
und man gibt ihm besser das wonach er verlangt
tut man dies wird man belohnt durch einen mehr als guten mitspieler
der in der lage ist der eigenen musik eine andere richtung zu weisen
und sie dadurch vielleicht sogar aufzuwerten
der kunstraum schirmt einen ganz gut ab
nur manchmal dringt der klang eines vorbeifahrenden traktors in die töne ein
und die vielen vögel ringsum verleihen der musik einen zwitschrigen anteil
das gefällt mir es zeigt dass jeder kunstraum jeder klangraum
eine möglichkeit birgt den kunstklang in uns zu wecken
der ausserhalb bis ins unendliche reicht
so geht er weiter und weiter
unser aller kunst traum
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