Bleib erschütterbar und widersteh! – Peter Rühmkorf nachgerufen

 

Konzertlesung mit

 

Thomas Brückner  – Sprecher (www.drthomasbrueckner.de)

 

Uwe Kropinski       – Gitarre     (www.kropinski.com)

 

 

Peter Rühmkorf, der „Ur-Enkel Heinrich Heines“, zählt zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.

 

Wie kein anderer hat der 1929 geborene und im Mai 2008 leider verstorbene Dichter in seinen Werken das Gesellschaftliche mit dem Privaten zusammengeführt, mal kämpferisch, meist selbstironisch - eine unerschütterliche Spottdrossel, leidend an den Zeitläuften wie gegen sie aufbegehrend, und stets in Zeilen höchster lyrischer Kraft und Schönheit, getragen von der Sehnsucht nach Leben und Liebe, das Leben selbst als Kunst und Kunstwerk feiernd begreifend.

 

Peter Rühmkorf war ein „Sänger“, die urzeitliche Bindung der Lyrik an die Musik war ihm immer zentraler Bezugspunkt – ein Vers kann sein, was er will, zuerst muss er klingen, und genau dies bildet den Ausgangspunkt der Reise, die Gitarrist Uwe Kropinski und Sprecher Thomas Brückner zu Peter Rühmkorf unternehmen. Sie nehmen sich vor allem der neueren Gedichte aus den letzten beiden Bänden  „Wenn aber dann“ und „Paradiesvogelschiss“ an, erkunden ihren musikalisch-poetischen Gehalt und fragen, was sie uns „Zurückgebliebenen“ mit auf den Weg geben. Gemischt mit „Klassikern“ aus Rühmkorfs Werk entsteht, getreu des Meisters Sentenz: „Dies ständige Drängen auf Novitäten – Die Leute sollen erstmal die alten Gedichte auswendig lernen, dann können wir weitersehen“, ein Kaleidoskop seines Schaffens.

   Foto: Matthias Creutziger