"Der richtige Klick" – kreatives Üben mit dem Metronom (Vorwort)

Die Idee für diese Schule entstand während meiner Tätigkeit als Gastdozent an Musikhochschulen, städtischen und privaten Musikschulen. Auch bei Festivals und in Musikgeschäften habe ich Workshops gegeben. Dabei war immer wieder auffällig, dass das Hauptproblem der Mehrheit der Schüler nicht so sehr im spieltechnischen Bereich lag, sondern eher im mangelhaften Rhythmusgefühl, im "Timing" bestand. 

Dieses Problem zeigte sich bei Schülern aller Stilrichtungen gleichermassen und so begann ich nach einer Methode zu suchen, die geeignet ist das "Timing" jedes Schülers zu verbessern, unabhängig von spieltechnischer Fähigkeit und Stilrichtung. Ich habe angefangen Übungen zu entwickeln und diese dann, sozusagen im Selbstversuch, erprobt. Der Effekt, der sich nach einiger Zeit einstellte, war so dramatisch, dass ich die Übungen unbedingt in einer Schule zusammenfassen mußte.

"It don't mean a thing, if it ain't got that swing" – dieser berühmte Satz Duke Ellingtons sagt es am besten. Die schönsten Töne nützen gar nichts, wenn man nicht in der Lage ist sie an die richtige Stelle zu setzen. Dieses Gefühl gilt es zu entwickeln. Natürlich ist es wichtig welcher Ton gespielt werden soll, aber noch wichtiger ist es – wann er gespielt wird. Der Improvisator kann ja sogar frei wählen welche Töne er benutzt. Nur für das "Wann ein Ton gespielt wird" scheint es in der Musik, die ja eine Kunst in der Zeit ist, immer nur einen richtigen Punkt im musikalischen Ablauf zu geben. Wenn wir einen Ton an der richtigen Stelle spielen wollen, müssen wir in der Lage sein diesen Punkt zu erfühlen. Unsere Töne "erschaffen" ja den Rhythmus nicht, sie zeigen aber – und das unmißverständlich – ob wir in der Lage sind, dem zeitlichen Ablauf der Musik – zu folgen!!!

Es ist nicht wahr, dass der eine ihn hat und der andere nicht – den Rhythmus. Jeder der einen Herzschlag hat, jeder der gehen kann, jeder der atmet hat Rhythmus. Man muss diesen Rhythmus nur erfühlen lernen.

Diese Schule ist eine Möglichkeit dazu. (Es gibt in diesem Heft keine Noten. Die Übungen können mit allem was man gerade übt kombiniert werden. Das können klassische Stücke genauso sein wie Jazzimprovisationen oder auch nur Tonleiterübungen, Sequenzen usw.)

Wer sich über einen längere Zeitraum diesen Übungen widmet, wird sein Rhythmusgefühl in Bereiche entwickeln von denen er heute kaum zu träumen wagt!

(Diese Schule können Sie bei mir bestellen. Bei Interesse senden Sie mir bitte unter der Rubrik Kontakt eine Mail.)