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Uwe Kropinski: "Elf Elfen Blues"

Von Thomas Haak


"Uwe Kropinski hat unterschiedliche Traditionen - solche der klassischen Gitarrespielweise, wie auch der spanischen und lateinamerikanischen Gitarrenkultur, aus dem Jazz, aus Rock, Neuer Musik und freier Improvisation in eine eigene Sprache umgeformt." Dies sagt der renommierte Jazzkritiker Bert Noglik über den 1952 in Ostberlin geborenen Musiker, der als Rockgitarrist begann, Beatles-Songs sang, Jazz und klassische Gitarre studierte, in Improvisationsgruppen spielte und heute als ein großer Solitär der Akustik-Gitarre gilt. Die zahlreichen musikalischen Stationen Uwe Kropinskis nachzuzeichnen hieße "Torf ins Moor tragen", sozusagen. Deshalb an dieser Stelle nur der Hinweis: Für sein neues Projekt "Elf Elfen Blues" hat Uwe Kropinski in Person der Cellistin Susanne Paul und des Saxofonisten Vladimir Karparov kongeniale Mitspieler gefunden, die seine weitgefächerte Bluesauffassung auf ähnlich facettenreiche Weise teilen.

Kongeniale kosmopolitische Bluesgestalter

Susanne Paul wuchs in Kalifornien in einer deutsch-mexikanischen Familie auf und spielt seit ihrer frühen Kindheit Cello. Während ihrer Pubertät pflegte sie das Bass-Spiel in einer Punkband ebenso, wie das auf der Flamenco-Gitarre, studierte danach klassisches Cello und fand sich letztlich im Jazz wieder, wo sie ihre unterschiedlichen musikalischen Interessen am besten vereint sieht.

Vladimir Karparov ist in Bulgariens Hauptstadt Sofia geboren und aufgewachsen. Dort nahm er an der Nationalen Musikakademie ein Jazz- und Popmusikstudium auf, das er später an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater fortsetzte. Seit 2001 lebt Vladimir Karparov in Berlin, wo er seine Studien an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" beendete. Je länger er fern der Heimat lebte, desto intensiver besann er sich der bulgarischen Volksmusik, die im Laufe der Jahre zum festen und charakteristischen Bestandteil seines Schaffens werden sollte. Eine Prägung, die bei "Elf Elfen Blues" auf geradezu selbstverständliche Weise zum Tragen kommt.

Kunstvolle Klischeeprophylaxe

Zusammen mit der vielseitigen Susanne Paul präsentieren Uwe Kropinski und Vladimir Karparov elf unprätentiöse kammermusikalische Kleinode, die gewissermaßen die Quersummen eines überaus kosmopolitischen Blues aus spanischen, südosteuropäischen und indischen Bezügen sind. Dabei bedienen sie sich einer Gewitztheit, die überaus kunstvoll mit Klischees spielt und somit auf raffinierte Weise Erwartungshaltungen unterläuft.

 

Elf Elfen Blues

Uwe Kropinski 

Typ: CD

Bestellnummer: Jazzwerkstatt 148

 

  Verlag: Jazzwerkstatt